Das MASH-Konzept

Die Münchner Angstselbsthilfe bietet mit ihrem Selbsthilfegruppen-Angebot seit mehr als 35 Jahren ein etabliertes und verlässliches Angebot in der Münchner Versorgungslandschaft. Der über Jahrzehnte bewährte Selbsthilfe-Arbeitsansatz hat bundesweit Alleinstellungscharakter und basiert auf langjährigem Erfahrungswissen sowie der kontinuierlichen Anpassung an wechselnde Bedarfe. Das Arbeitsprinzip der MASH basiert auf der Empowerment-Haltung. D.h. der etablierte Selbsthilfeansatz vertraut auf die Stärken und Ressourcen betroffener Menschen und bietet diesen, im geschützten Umfeld der Selbsthilfe-Gruppen die Möglichkeit, wieder zu mehr Selbstwirksamkeit zu gelangen.

Unser Angebot richtet sich an Bürger*innen der Landeshauptstadt München.

Das Aufnahmeverfahren

Die MASH verfolgt ein standardisiertes Aufnahmeverfahren: Innerhalb der Telefonzeit wird mit den Betroffenen geklärt, ob eine Angststörung und/oder Depression vorliegt und ein erster Überblick über den Ablauf der Selbsthilfegruppen vermittelt. Besteht Interesse an einer Gruppenteilnahme, erhält die Person weiteres Informationsmaterial. Zusätzlich wird ein Termin für die Teilnahme an einem Infotreffen in den MASH-Räumen vereinbart.

Das Infotreffen dient dazu, mehr über die Rahmenbedingungen und den Ablauf der Gruppen zu erfahren. Außerdem erhalten die Interessierten einen ersten Eindruck davon, wie es sich anfühlt, mit anderen Betroffenen in einem Stuhlkreis zu sitzen und sich persönlich auszutauschen. Hier besteht auch die Möglichkeit weitere offene Frage zu klären. Im Rahmen eines anschließenden Einzelgesprächs werden die in Betracht kommenden Gruppen, passend zur individuellen Situation der betreffenden Person, festgehalten. Sobald ein Platz in einer dieser Gruppen frei wird, wird die betroffene Person telefonisch informiert.

Vertraulicher und sicherer Rahmen

Die MASH verfolgt ein klares Selbsthilfekonzept. Um einen sicheren und geschützten Rahmen zu ermöglichen, sind die Gruppen geschlossen, d.h. es nehmen immer die gleichen Personen an einer Gruppe teil. Vor der Teilnahme verpflichten sich alle Teilnehmenden zur Vertraulichkeit und zur regelmäßigen, wöchentlichen Teilnahme. Im Fall einer Verhinderung meldet sich das Gruppenmitglied vorab ab. Der Ablauf der 2-stündigen Gruppensitzung ist vorgegeben und wird begleitet von Gesprächs- und Gruppenregeln, die angelehnt sind an die Regeln der themenzentrierten Interaktion, TZI, nach Ruth Cohn.

Gruppenleitung durch Ehrenamtliche

Unsere Selbsthilfegruppen werden von erfahrenen, ehemaligen Gruppenteilnehmer*innen begleitet. Sie erhalten bei MASH eine mehrtägige Schulung, die Möglichkeit zur regelmäßigen Teilnahme an Supervisionen und Intervisionen und werden durch unser hauptamtliches Team im Hintergrund unterstützt. Die Ausübung der Gruppenleitertätigkeit erfolgt auf ehrenamtlicher Basis und gründet sich auf die eigene, positive Erfahrung aus der Zeit der Teilnahme in einer MASH-Gruppe.